Archiv für den Monat Juni 2016

Rezension Ein ganzes halbes Jahr

ein ganzes halbes jahrEin ganzes halbes Jahr (Jojo Moyes)

528 Seiten

Rowohlt Verlag


Klappentext

Lou & Will
Louisa Clark weiß, dass nicht viele in ihrer Heimatstadt ihren etwas schrägen Modegeschmack teilen. Sie weiß, dass sie gerne in dem kleinen Café arbeitet und dass sie ihren Freund Patrick eigentlich nicht liebt. Sie weiß nicht, dass sie schon bald ihren Job verlieren wird – und wie tief das Loch ist, in das sie dann fällt.
Will Traynor weiß, dass es nie wieder so sein wird wie vor dem Unfall. Und er weiß, dass er dieses neue Leben nicht führen will.
Er weiß nicht, dass er schon bald Lou begegnen wird.

Eine Frau und ein Mann.
Eine Liebesgeschichte, anders als alle anderen.
Die Liebesgeschichte von Lou und Will.

Meine Meinung

Fangen wir mal ganz vorne an. Ich finde es sehr gut, dass es einen Prolog gibt. Dort sammelt der Leser erste Eindrücke über Wills Leben. Dieser Prolog ist in der Er-Form geschrieben, womit ich mich noch immer nicht anfreunden kann (was aber keine Abzüge gibt). Das restliche Buch ist aus Louisas Sicht geschrieben, bis auf die Kapitel, in denen es Sichtwechsel gibt – was ich jetzt nicht so für nötig gehalten habe.

Die Charaktere. Dieses Mal mochte ich die beiden Protagonisten am meisten. Die Nebencharaktere gingen mir häufig auf die Nerven oder kamen selten vor. Am meisten genervt hat mich Louisas Freund Patrick (wie kann man so … egoistisch sein?). Lou sticht mit ihrem Modegeschmack und ihrer anfänglichen Unsicherheit direkt in Wills Augen, der aufgrund seines Unfalls zu einem Miesepeter geworden ist. Louisa tat mir manchmal richtig Leid, wenn sie in Wills Launen geraten ist. Aber ich kann Will verstehen. Nach so einem Unfall wäre sicher jeder (zumindest in den Anfängen) depressiv und schlecht drauf. Trotz Wills Art habe ich mich in ihn verliebt. Ich LIEBE Will.

Manchmal kam ich nicht ganz mit der Geschichte mit, da in einem Absatz öfter mal die Zeit gewechselt wird. Dort bin ich hin und wieder mal durcheinander geraten.

Ja, ich glaube, es ist Zeit für mein Fazit. Nach über zwölf Stunden bin ich noch immer nicht über das Buch hinweg. Nachdem ich es beendet habe, habe ich eine halbe Stunde danach noch immer geweint.

Das Buch hat mich aber nicht nur zum weinen gebracht, sondern auch an vielen Stellen zum Lachen. Zum nachdenken. Ließ mich einfach nur in diese kleine Stadt, diese kleine Welt hineintauchen. So ein Buch habe ich noch nie gelesen. Deshalb finde ich fast, dass 5/5 Sternen noch zu wenig sind.

(Bildquelle)

Rezension Und er steht doch auf Dich

Und er steht doch auf dich von Rachel Harris

Und er steht doch auf dich (Rachel Harris)

400 Seiten

cbt Verlag


Klappentext

Aly will endlich weg von ihrem Kumpel-Image. Ihr Ziel: Justin Carter erobern, den heißesten Typen der Schule, und mit ihm zum Homecoming Ball gehen. Also wird die Operation Sex-Appeal gestartet. Dazu gehört auch die gefakte Beziehung mit Brandon, Alys bestem Freund. Und tatsächlich beginnt Justin sich für Aly zu interessieren. Nach der »Trennung« von Brandon kommen Aly und Justin auch wirklich zusammen. Aber ist es wirklich Justin, den Aly will? Denn eigentlich haben sich Aly und Brandon längst unsterblich ineinander verliebt. Doch zuzugeben, dass sie mehr füreinander sind als nur Freunde, ist gar nicht so leicht …

Meine Meinung

Ich beginne einmal mit der Aufmachung. Das Cover gefällt mir ziemlich gut, zumal es aus dem Englischen übernommen wurde. Was mir noch sehr gut gefallen hat, ist die Kapitelaufmachung. Die Kapitel beginnen mit einem Datum. Darunter steht der Countdown bis zum Homecoming Ball, die Sicht (Aly oder Brandon) und zum Schluss der Ort der Handlung. Die wechselnde Sicht hat mir wunderbar gefallen, zumal sie die eigentliche Länge des Kapitels nicht so langatmig gemacht hat.

Die Charaktere. Natürlich fällt eine Person wieder aus dem Rahmen, was die sympathie angeht, ansonsten mochte ich die Charaktere sehr gerne. Zu Beginn hatte ich jedoch leichte Probleme, die Charaktere beim nächsten Auftachen zuzuordnen.

Das letzte Drittel war förmlich zum Haare raufen und leider war mir da ein bisschen zu viel hin und her mit Alys Gefühlen.

Bereits nach einer halben Seite hat mich Rachel Harris von ihrem Buch überzeugt. Rachel Harris‘ Schreibstil ist schön und einfach zu lesen. Es hat mir immer ein Lächeln auf die Lippen gezaubert, wenn ich in diese Welt eingetaucht bin, von den witzigen Dialogen mal abgesehen. Der Sichtwechel hat mit sehr gut gefallen, da man so in beide Köpfe hineinblicken konnte.

Der Schreibstil, die Charaktere und die Geschichte haben mir alles in allem ziemlcih gut gefallen, weshalb das Buch von mir 4/5 Sternen bekommt.

(Bildquelle)

Rezension Teamwechsel

teamwechselTeamwechsel (Anna Katmore)

266 Seiten

eBook


Klappentext

Ryan Hunters Partys waren legendär. Und endlich bekam sie eine Einladung…

Aufgeregt erwartet Liza Matthews die Rückkehr ihres besten Freundes, Tony, aus dem Fußballtrainingslager. Doch als es endlich so weit ist, hat ihr Jugendschwarm plötzlich nur noch Augen für dieses andere Mädchen aus seinem Team. Fest entschlossen, Tony zurückzuerobern, trifft Liza eine ungewöhnliche Entscheidung. Ohne die geringste Ahnung von Fußball nimmt sie an den spätsommerlichen Qualifikationen für die neue Schulmannschaft teil… und wird zu ihrer Überraschung tatsächlich aufgenommen.

Doch nicht nur das. Als neues Mitglied ist sie natürlich auch zur Aftermatch-Party eingeladen, wo die Anwesenheit von Tonys neuer Flamme nicht ihr einziges Problem ist. Am folgenden Morgen wacht sie in einem Zimmer auf, das sie noch nie gesehen hat, und obendrein hat der Mannschaftskapitän seine Arme um sie geschlungen. Der heißeste Junge der Schule … Ryan Hunter.

Meine Meinung

Bevor ich irgendeine Meinung äußere, muss ich sagen, dass ich Hunter LIEBE!

Bleiben wir gleich bei den Charakteren. Bis auf eine kleine Ausnahme, mochte ich alle Personen in der Geschichte. Ich konnte oftmals mit Liza mitfühlen, auch wenn sie sich in manche Sachen selbst geritten hat. Leider ging mir dieser Teamwechsel etwas zu schnell. Allgemein hätte ich auch mehr Zeit in dem Roman verbracht, da noch einige Fragen ungklärt bleiben.

Allgemein hatte ich andere Erwartungen an das Buch. Leider war von Fußball nicht viel zu lesen. Dann hätte ich gerne gewusst, was aus ihrer Fußballkarriere wird.

Ich habe einige Dialoge in den Himmel gefeiert, weil sie so genial waren. Das hat Anna Katmore echt gut drauf!

Dadurch, dass es sich schnell lesen ließ, habe ich nicht einmal 24 Stunden in dem Buch verbracht. Ich freue mich jedoch auf die weiteren Grover-Beach-Team-Bücher.

Es war eine lockere, leichte Geschichte für zwischendurch, die einen ein paar Stunden die Welt vergessen lässt. Daher bekommt Teamwechsel von mir gute 3,5 Sterne.

(Bildquelle)

Rezension Herz im Aus

Herz im Aus von Miranda Kenneally

Herz im Aus (Miranda Kenneally)

348 Seiten

cbt Verlag


Klappentext

Jordan, 17, ist umringt von den heißesten Jungs ihrer Schule – doch das ist ihr egal! Denn Jordan ist Kapitänin des Footballteams und will einfach nur ein guter Kumpel sein. Ihr großes Ziel: ein Footballstipendium fürs College und beweisen, dass sie es auch als Mädchen schaffen kann. Kurz vor dem Auswahlspiel kommt aber der süße Tylor ins Team und bringt Jordan ziemlich aus der Fassung. Obwohl sie es beim All-You-Can-Eat mit jedem Jungen aufnehmen kann, gibt es plötzlich andere Herausforderungen: Wie küsst man einen von denen?

Meine Meinung

Da dieses Buch von Football handelt, ist natürlich viel Fachchinesisch aufgeführt und da ich keine Ahnung von Football habe, nun ja..

Herz im Aus beschäftigt sich mit dem Thema Gleichberechtigung. Jordan ist das einzige Mädchen im Footballteam – und dann auch noch Captain. Die Jungs in ihrer Mannschaft akzeptieren und respektieren sie. Aber auf anderen Schulen sieht das anders aus. Selbst ihr Vater ist skeptisch, was ihre Leidenschaft angeht. Es gefällt mir gut, wie sie ihr Hobby auslebt und in welchem Maß sie von den Leuten, die sie umgeben unterstützt wird.

Nachdem Tylor an ihre Schule wechselt und ins Team aufgenommen wird beginnt das Drama um Gefühle. Jordan ist hin und hergerissen von ihren Emotionen undwird zudem auch nicht grade freundlich von anderen Mädchen behandelt. An manchen Stellen hat sie mir euch leidgetan und ich habe mit ihr gefühlt.

Auch diese Geschichte ist eine von denen, in der ein kleines Klischee nicht fehlen darf. Welches das aber ist, müsst ihr selbst lesen. Anfangs hatte ich gar nicht damit gerechnet, aber je weiter es voranschritt, desto mehr Hinweise boten sich dar und ich konnte mir schon denken, in welche Richtung das Ganze gehen würde. Letztlich bin ich ganz zufrieden mit dem Ausgang.

Zum Ende lässt sich sagen, dass ich sehr gerne noch einen Epilog gehabt hätte. Mich interessiert es, wie es wohl weitergegangen ist mit Jordan, dem Football und der Liebe.

Das Buch war gespickt mit humorvollen Dialogen, die mich ständig zum Lachen gebracht haben. Ob Jungs wirklich so untereinander kommunizieren, weiß ich nicht. Ich habe mich jedenfalls wohl in der Geschichte gefühlt. Die Autorin hat meines Erachtens gut recherchiert, was Fachausdrücke betrifft (auch wenn ich kein Wort davon verstanden habe). Ich empfand die Geschichte mal als etwas Anderes, da ich vorher nichts in die Richtung gelesen oder gesehen habe.

Mein Fazit ist, dass ich die Charaktere gut fand. Bis auf eine Person mochte ich alle, auch wenn ich anfangs etwas mit den Namen durcheinander gekommen bin. Herz im Aus bekommt von mir gute 4/5 Sternen.

(Bildquelle)

Rezension Wie viel Leben passt in eine Tüte?

wie_viel_leben_passt_in_eine_tuete-9783423782838Wie viel Leben passt in eine Tüte (Donna Freitas)

397 Seiten

dtv Verlag


Klappentext

Diese Geschichte trifft mitten ins Herz

Ein iPod mit Liedern, ein Foto mit Pfingstrosen, ein Kristallherz, Papiersterne – das alles befindet sich in der schlichten braunen Papiertüte mit der Aufschrift Roses Survival Kit, die Rose am Tag der Beerdigung ihrer Mutter findet. Es ist ein letztes Geschenk ihrer Mutter und der Beginn einer Reise. Zögernd lässt Rose sich darauf ein und jeder Gegenstand scheint sie dabei auf seltsame Art zu Will zu führen, für den sie schon bald mehr empfindet als bloße Freundschaft.

Meine Meinung

Ich fanfe mal mit der Aufmahung an. Mir gefällt das Cover sehr. Es ist schlicht und hat mich deswegen imBuchladen angesprochen. Zur weiteren Aufmachung: die Kapitelanfänge. Zuerst war mir nicht klar, dass sie Lieder sind, bis ich ein Lied und eine Band gelesen habe, die ich selbst höre. Bevor ich das Kapitel gelesen habe, habe ich mir das Lied angehört, welches oben steht. (Dazu lässt sich sagen, dass die Autorin meiner Meinung nach einen guten Musikgeschmack hat)

Die Kapitel selbst waren im Durchschnitt eher kurz gehalten, was das Lesen angenehm gemacht hat. Das Thema des Buches hat mich ziemlich berührt. Es geht um Rose, die versucht, über den Tod ihrer Mutter hinwegzukommen. Es hat mir sehr gefallen, dass Donna Freitas Roses Gefühle beschrieben hat. Mir war bewusst, dass das Buch tiefgründig wird, aber es hat mich mehrmals zum weinen gebracht, weil ich mich so gut in die Protagonistin einfühlen konnte. Ein solcher Verlust ist sehr hart, da kann ich sie verstehen, was ihre Handlungen angeht.

Das Ende hat mir echt gut gefallen, möchte aber nicht zu viel verraten.

Die Charaktere waren mir super sympathisch. Einige von ihnen hatten eher außergewöhnliche Namen, aber nach dem dritten Mal lesen, schienen sie mir normal.

Die Idee mit dem Survival Kit ist wundervoll. Jeder kann so etwas mal gebrauchen, ganz egal, was für Gegenstände darin sind.

Alles in allem ist die Geschichte sehr gelungen. Ich hatte eine enge Verbundenheit mit der Protagonistin und ihrer Situation, die Charaktere waren wundervoll und auch an der Umsetzung kann ich nichts aussetzen. Das Buch bekommt von mir 4,5/5 Sternen.

(Bildquelle)