Archiv für den Monat August 2016

Rezension Zurück ins Leben geliebt

colleen hooverZurück ins Leben geliebt (Colleen Hoover)

355 Seiten

dtv Verlag


Klappentext

Als Tate zum Studium nach San Francisco zieht, stolpert sie dort gleich am ersten Abend über Miles Archer: Miles, der Freund ihres Bruders, der niemals lächelt, meistens schweigt und offensichtlich eine schwere Bürde mit sich herumträgt. Miles, der so attraktiv ist, dass Tate bei seinem Anblick Herzflattern und weiche Knie bekommt. Miles, der, wie er selbst zugibt, seit sechs Jahren keine Frau mehr geküsst hat. Miles, von dem Tate sich besser fernhalten sollte, wenn ihr ihr Gefühlsleben lieb ist …

Meine Meinung

Im Nachhinein finde ich, dass der Klappentext etwas ganz anderes verspricht, als das Buch tatsächlich hergibt. Ich war davon ausgegangen, dass es wirklich um einen Studiencampus geht, doch da lag ich ziemlich falsch. Weitesgehend wurde ich aber nicht enttäuscht.

Colleen Hoover hat wieder mal einzigartige Charaktere erschaffen. Tate war eine gute Protagonistin, mit der ich mich schnell anfreunden konnte. Miles, Tates Gegenstück, fand ich ebenfalls sympathisch. Zunächst verstand ich nicht ganz seine Absichten, doch im Laufe des Buches erfährt man mehr über ihn und seine Vergangenheit, weshalb man nachvollziehen kann, wieso er so ist, wie er ist. Corbin ist quasi das perfekte Bild vom großen Bruder. Da ich dem nicht nachempfinden kann, fand ich manche Szenen leicht übertrieben, zumal Tate schon volljährig ist. Besonders gerne mochte ich Captain. Mir ist aufgefallen, dass CoHo auf außergewöhnliche Namen steht, was hier wieder bewiesen wurde. Diese Abwechlung ist sehr erfrischend.

Wie immer ist Colleen Hoovers Schreibstil flüssig und gut verschlingbar. Innerhalb wenger Tage hatte ich die 300+ Seiten inhaliert. Man möchte ihre Bücher nur ungern aus der Hand legen. Mir gefallen die Sichtwechsel, die sie in ihren neueren Büchern anwendet. Bei diesem Buch fand ich es besonders schön, dass Miles‘ Sicht größtenteils als Poety-Slam verfasst wurde. Diesen Aspekt hatte ich bereits bei „Weil ich Layken liebe“ sehr gemocht. Die Erzählstränge der beiden Protagonisten spielt vorerst in zwei unterschiedlichen Zeiten. Tates Sicht spielt im Jetzt, Miles erzählt von seiner Vergangenheit. So, wie CoHo nun mal ist, hat mindestens einer ihrer Charaktere eine weniger schöne Vergangenheit, hier ist es Miles. Er hatte mir so Leid getan, nachdem ich erfuhr, was passiert ist und warum er jetzt so ist, wie er ist.

Ich konnte für mich feststellen, dass Erotik nicht so sehr auf das Genre zutrifft, dass ich häufiger lesen würde. Zudem hat es mich etwas gestört, wie Tate mit dem Ganzen umging. In meinen Augen sollte sie nicht alles mit sich machen lassen, sich „unterwerfen“. Das Ende fand ich gut, jedoch etwas too much. Mir ist aufgefallen, dass ich meistens nicht mit den Enden ihrer Bücher zufrieden bin; sie sind nicht schlecht, aber für mich einfach nicht befriedigend. Insgesamt bekommt „Zurük ins Leben geliebt“ von mir 3,5/5 Sternen (zumal der Titel ein wahrhaftiger Spoiler ist…)

(Bildquelle)

Rezension Maybe Someday

maybe somedayMaybe Someday (Colleen Hoover)

427 Seiten

dtv Verlag


Inhalt

Das Letzte, was Sydney will, als sie bei dem attraktiven Gitarristen Ridge einzieht, ist, sich in ihn zu verlieben. Zu frisch ist die Wunde, die ihr Ex hinterlassen hat. Und auch Ridge hat gute Gründe, seine neue Mitbewohnerin nicht zu nah an sich ranzulassen, denn er hat seit Jahren eine feste Freundin: Maggie – hübsch, sympathisch, klug, witzig. Und dann passiert es doch. Als Sydney beginnt, Ridge beim Songschreiben zu helfen, kommen sie sich näher als erwartet. Auch wenn beide die Stopptaste drücken, bevor wirklich etwas passiert, können sie nichts gegen die immer intensivere Anziehung ausrichten, die sie zu unterdrücken versuchen – vergeblich.

Meine Meinung

Maybe Someday ist Hoovers zweiter Einzelband. Neben dem hübschen Cover bietet das Buch auch eine sehr interessanten Klappentext. In dem Buch geht es um Sydney und Ridge, zwei musikbegeisterte Menschen, die sich so kennen lernen. Sie wohnen sich gegenüber und Sydney beobachtet Ridge immer, wenn er auf seinem Balkon sitzt und Gitarre spielt. Nach einer unangenehmen Situation zieht Sydney kurzerhand zu Ridge, der noch zwei weitere Mitbewohner hat. Als Sydney Ridge in seiner Schreibblockade rettet, beginnen die beiden, regelmäßig zusammen Songs zu schreiben.

Mir waren die Protagonisten sofort sympathisch. Beide hatten positive, wie negative Züge, was mir sehr gefallen hat. Colleen Hoover sorgt für viel Abwechslung, was ihre Charaktere angeht. Ridges bester Freund ist eher ausgelassen und ein typischer Junge. Die Letzte im WG-Bunde ist aufbrausend, aber zurückgezogen. Diese Abwechslung ist sehr erfrischend und gibt mehr Freude am Lesen.

Wie bei ihren anderen Büchern sorgt sie mit ihrem lockeren, fließenden Schreibstil für ein gutes Vorankommen. Bei ihren Büchern klebe ich nur so an den Seiten.

Im Allgemeinen hat mich das Buch vor allem wegen des Themas angesprochen. Ich bin ein Mensch, der am Tag mindestens ein Lied hören muss, damit es ihm gut geht. Und dann zaubert Colleen Hoover so ein Meisterwerk!

Das Buch ist neben humorvollen Szenen auch ziemlich Ernst. Ridge ist in dem Falle etwas ganz Besonderes. Mehr dazu müsst ihr selbst lesen, dann versteht ihr mich.

Noch ein kleiner Tipp: hört euch die Playlist an. Mir hat sie ganz gut gefallen.

Einzig zu bemängeln habe ich das Ende. An sich ist das Ende die Perfektion in Buchform, doch eine kleine Sequenz bringt diesem Ende eine unschöne Wendung, versaut es. Demnach gibt es von mir dann doch nur 4/5 statt 4,5.

(Bildquelle)

Rezension Nachhilfe in erster Liebe

Nachhilfe in Erster Liebe von Anja Massoth

Nachhilfe in erster Liebe (Anja Massoth)

224 Seiten

cbj Verlag


Klappentext

Katja ist total verknallt. Kein Wunder, denn Jan ist ein echter Traumtyp: sportlich, gut aussehend und … einfach perfekt! Weshalb Katja nie den leisesten Hauch einer Chance bei ihm haben wird – findet sie. Und offensichtlich auch Jan, denn warum sonst will er unbedingt verheimlichen, dass Katja ihm Nachhilfe gibt? Dabei sind ihre Treffen doch viel mehr als nur trockene Vokabel-Paukerei. Oder doch nicht …? Katja hält schweren Herzens dicht, auch wenn sie das gegenüber ihren Freundinnen in immer brenzligere Situationen bringt. Aber dann platzt die Bombe trotzdem und Jan ist stinksauer – doch der Grund dafür lässt Katjas Herz höher schlagen …

Meine Meinung

Gefunden habe ich das Buch auf Amazon, wo es mir vor allem wegen des Titels aufgefallen ist. Nachdem mich der Klappentext überzeigt hat, durfte es schließlich bei mir einziehen – was ein Fehler war.

Ich weiß nicht, was ich zu den Protagonisten sagen soll … Vielleicht ist meine Vorstellung von der heutigen Welt einfach anders, aber ich finde, dass die meisten Szenen einfach viel zu übertrieben dargestellt wurden. Im Mittelpunkt steht Katja und mit ihr ihre beiden besten Freundinnen. Eine davon ist unheimlich in einen Kumpel von der zweiten Freundin verknallt, was sie auch möglichst immer betont. Was beide nicht wissen: Katja mag diesen Jungen auch. Durch die Nachhilfe, die sie Jan geben soll, kommen sich die beiden näher, aber dann läuft alles aus dem Ruder. Dadurch, dass Katja die Nachhilfe verschweigen soll bringt sie sich immer tiefer in Schwierigkeiten und versteht nicht mal, warum alle um sie herum sauer auf sie sind – schließlich macht sie ja nichts. Es liegt wohl am Alter der Charaktere, immerhin sind sie erst 13. Mir gingen diese künstlichen Dramen ziemlich schnell auf den Zeiger. Neben meiner leichten Abneigung zu den Personen im Vordergrund konnte ich eine Person absolut gar nicht leiden: Katjas Bruder. Er müsste ungefähr in meinem Alter sein (18/19) und kann absolut kein einziges nettes Wort zu seiner Schwester sagen. (Ich habe Leute gefragt, die in solcher Situation aufgewachsen sind. Das ist nicht normal…)

Neben dieser schlecht dargestellten Szenerie hat mir der Schreibstil absolut gar nicht gefallen. Er klang für mich viel zu umgangssprachlich und nicht wie eine Erzählung – in wörtlichen Reden absolut kein Problem.

Mein Fazit des Ganzen: trotz üblem Schreibstil und nicht gelungenen Charakteren gebe ich 2/5 Gnadensterne für die Idee dahinter.

(Bildquelle)

Rezension Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick

Statistische_WahrscheinichkeitDie statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick (Jennifer E. Smith)

224 Seiten

Carlsen Verlag

Neuauflage Taschenbuch „Punktlandung in Sachen Liebe“


Klappentext

Hadley graut schon seit Monaten vor diesem Tag: Sie muss bei der Hochzeit ihres Vaters Brautjungfer sein – dabei hat sie seine Verlobte noch nicht einmal kennengelernt. Zu allem Überfluss verpasst sie auch noch ihren Flug und sitzt für ein paar Stunden auf dem überfüllten New Yorker Flughafen fest. Doch dann trifft sie Oliver, den Jungen mit dem verwuschelten Haar und dem Puderzucker auf dem Hemd, der wie sie nach London fliegt. Hadley bleibt genau eine Fluglänge Zeit, um sein Herz zu gewinnen…

Meine Meinung

Dieses Buch war für mich hauptsächlich ein Coverkauf. Ich habe vor einiger Zeit mal eteas von diesem Buch gehört und es dann immer wieder auf YouTube gesehen. Nachdem ich den Klappentext zu diesem umwerfendem Cover gelesen habe, stand für mich fest: das muss ich haben! Diese Taschenbuch-Neuauflage finde ich schade, da dort weder Cover noch Titel wirklich etwas aussagen, was in der Geschichte passieren könnte.

Aufgrund dessen, das das Buch nur gute 200 Seiten hat und sich wegen des guten und flüssigen Schreibstils lässt sich die Geschichte schnell lesen. Jennifer E. Smith achtet vor allem auf humorvolle Sätze und Szenen.

Anhand des Klappentextes hatte ich mir etwas anderes unter der Geschichte vorgestellt, als sie tatsächlich ist. Sie geht viel weiter über diesen hinaus und zeigt Einblicke in das Leben der beiden Protagonisten. Die beiden treffen sich am Flughafen und verstehen sich von der ersten Sekunde an. Sie merken, dass ihr Flug nach London parallelen zieht, doch nach der Landung verlieren sich die beiden. Da wir in Headleys Kopf blicken, erfahren wir, dass sie neben dem eigentlichen Grund ihrer Reise immer wieder an Oliver denken muss.

Ein Punkt, der mich gestört hat, ist, dass es keinen Epilog gab. Ich hätte es schön gefunden, zu erfahren, wie es in ihrer Heimat weitergeht. Trotzdem hat mir das Buch sogut gefallen, dass ich sogar ein Tränchen verdrücken musste. Alles in allem bekommt das Buch von mir gute 4/5 Sternen.

(Bildquelle)

Rezension Heat of the Moment

Heat of the Moment von Lauren Barnholdt

Heat of the Moment (Lauren Barnholdt)

344 Seiten

cbt Verlag


Klappentext

Lyla McAfee kann die Klassenfahrt nach Florida kaum erwarten: Sommer, Sonne und Boyfriend Derrick. Mit dem sie „das erste Mal“ in Angriff nehmen will. Aber dann läuft rein gar nichts wie geplant. Erst muss sie mit Bad Boy Beckett zum Flughafen fahren, dann liefert sie sich einen schlimmen Streit mit Derrick und stellt nach der Ankunft fest, dass sie ein Zimmer mit Aven und Quinn teilt, ihren ehemals besten, inzwischen entfremdeten Freundinnen. Als Lyla dann noch eine E-Mail von sich selbst erhält, mit der Botschaft: „Lerne zu vertrauen!“, kommt sie ins Grübeln. Nicht nur über Aven und Quinn, sondern auch über Beckett …

Meine Meinung

Als ich das Buch in der Handlung gesehen habe, hat mich das Cover sofort angesprochen. Nachdem auch der Klappentext mein Interesse geweckt hat, musste es mit.

Ich fand den Schreibstil ziemlich gut, weshalb ich nur so über die Seiten geflogen bin. Barnholdt erzählt die Geschichte mit viel Humor und einer traumhaften Location. Mir haben die Charaktere gut gefallen, na ja, mit ein paar kleinen Ausnahmen. Eigentlich fand ich nur Lyla und Beckett gut.Mit Lyla konnte ich mich zeitweise gut identifizieren, da ich selbst mal in einer solchen Lage war. Das Verhalten Lylas Freundes fand ich seinem Stand nciht entsprechend. Er war ständig abweisend und so gar nicht der Typ Freund, den man sich wünscht. Auch Aven und Quinn zeigten Stellenweise ein merkwürdiges Verhalten. Beckett jedoch brachte mich mit seinen Sprüchen und seinem Charme öfters zum Schmunzeln. Des weiteren hat es mich etwas gestört, dass dieses „Erstes-Mal-Ding“ sehr im Vordergrund stand; es schien, als ob es um nichts anderes auf der Welt ginge, als sein erstes Mal zu erleben.

Die allgemeine Situation war für mich nicht ganz nachvollziehbar. Mag sein, dass auf einer Klassenfahrt gewisse Freiheiten vertreten sind, doch hier schien es die Lehrer überhaupt nicht zu kümmern, was mit ihren Schülern passiert. Daran hätte man noch etwas arbeiten können.

Anhanf des Klappentextes und der anfänglichen Situationen hatte ich mir mehr von dem Buch erhofft, jedoch fand ich es nicht überragend schlecht. Mit dem Ende war ich nun gar nicht zufrieden und hoffe, dass dies in einem der beiden fortsetzenden Teile aufgeklärt wird.

Alles in Allem eine doch recht lockere Geschichte, die von mir solide 3/5 Sternen bekommt.

(Bildquelle)