Rezension Der Kuss der Lüge

kuss-der-lugeDer Kuss der Lüge (Mary E. Pearson)

One Verlag

560 Seiten


Klappentext

Lia ist die älteste Tochter im Königshaus Morrighan. Gerade mal 17 Jahre alt, soll sie mit einem Prinzen verheiratet werden, den sie noch nie in ihrem Leben gesehen hat. Doch die Prinzessin entscheidet sich, ihr bisheriges Leben hinter sich zu lassen. Sie flieht und heuert weit entfernt von zu Hause in einer Taverne an. Dort lernt sie zwei Männer kennen, die sofort ihre Aufmerksamkeit erregen. Was sie nicht weiß: Beide sind auf der Suche nach ihr. Einer wurde ausgesandt, um die Königstochter zu töten. Und der andere ist ausgerechnet jener Prinz, den sie heiraten sollte. Schnell fühlt sich Lia zu beiden hingezogen …

Meine Meinung

Irgendwie kann ich das Buch nicht so recht einschätzen.

Die Geschichte erzählt von der Flucht der jungen Prinzessin Lia, die eigentlich verheiratet werden soll. Weil sie es sich nicht gefallen lässt, dass man hinter ihrem Rücken einfach Dinge für sie entscheidet ergreift sie mit ihrer Freundin die Flucht und landet in einem kleinen Stadtchen, wo sie zwei reizende junge Männer kennen lernt.

Lia ist eine taffe junge Frau, die mehr als nur eine Prinzessin ist. Sie kämpft sich eisern durch und denkt manchmal erst an andere, als an sich selbt. An manchen Stellen jedoch fand ich sie als etwas nervig und sie hat mich eher aufgeregt.

Von Kaden hätte ich im Laufe der Geschichte gerne etwas mehr gelesen. Deswegen kann ich ihn nicht besonders gut einschätzen. Das Einzige, was ich über ihn sagen kann, ist, dass er eher zurückgezogen vor sich herlebt und niemanden an sich ranlassen will.

Rafe ist hingegen viel häufiger auf der Bildfläche. Er wirkt wie ein Romantiker, der einer Frau die Welt zu Füßen legen würde. Auch er ist anfangs eher distaziert, aber das lockert sich im Vortschritt der Geschichte.

Insgesamt bin ich ganz zufrieden mit den Charakteren. Sie haben für mich jetzt keine tiefgehendere Geschichte gezeigt, aber sie haben mich mit Humor und vielem mehr doch für sich gewonnen.

Die Autorin hat einen Applaus verdient. Man wusste bis zum letzten Drittel der Geschichte nicht, wer der Prinz, den sie heiraten, und wer der Attentäter ist, der sie töten soll. Ich hatte zwar spekuliert, lag jedoch völlig daneben. Leider muss ich sagen, dass das letzte Drittel des Buches eher langweilig wurde. Es plätscherte eher ziellos dahin und in den letzten paar Seiten haut sie alles wieder in die Pfanne und hinterlässt uns mit einem dieser klassischen Cliffhänger. Womit ich ehrlich gesagt überhaupt nicht gerechnet hatte. Für mich ist jetzt die Frage, wie sie die Geschichte in zwei ungefähr gleichdicke Bücher packen will. Aber wir werden mal sehen.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr poetisch und mit viel Liebe zum Detail, was mich zwischendurch etwas gestört hat, da man das Buch locker um ein paar Seiten hätte kürzen können. Was ich auch schade fand, war, dass die Sichten der anderen (meist Rafe und Kaden) ziemlich kurz waren. Ich hätte es schön gefunden, wenn sie etwas länger geschrieben worden wären.

Insgesamt habe ich von meiner Vorbewertung inmitten des Lesens noch einen halben Stern abgezogen, womit wir nun bei guten 3,5/5 Sternen angelangt sind. Ich bin mir sicher, dass die weiteren Teile auch noch bei mir einziehen werden.

(Bildquelle)

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2 Gedanken zu “Rezension Der Kuss der Lüge

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